Die Historie der Blankenburger Wohnungsgesellschaft

Im Rahmen des Einigungsvertrages war auch die Umwandlung bisherigen Volkseigentums an Wohnungen in kommunales und privates Eigentum notwendig. So erfolgte 1990 im Zuge der Aufteilung des VEB Gebäudewirtschaft Blankenburg die Bildung der Blankenburger Wohnungsgesellschaft mbH i.G. Die Stadt Blankenburg war und ist einziger Gesellschafter. Wurden 1990 von 44 Mitarbeitern noch 3.289 Wohnungs- und Gewerbeeinheiten in Blankenburg, Heimburg, Cattenstedt, Wienrode und Altenbrak bewirtschaftet, so sind es heute 1.467 Wohneinheiten und 65 Gewerberäume vorrangig im Stadtgebiet Blankenburgs. Damit zählt die BWG seit 30 Jahren zu den großen Vermietern der Stadt.  


Bis zur eigentlichen Gesellschaftsgründung am 5. Oktober 1992 (Eintragung ins Handelsregister) lag ein wesentlicher Schwerpunkt in der Bearbeitung von Restitutionsansprüchen zahlreicher Alteigentümer und im Aufbau einer eigenen strukturellen und materiellen Basis. Vor allem ab 1992 wurden hier, etwa mit der Beschaffung von EDV-Technik umfangreiche Grundlagen gelegt. Zudem gab es große Investitionen mit Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten zur Aufwertung des Wohnungsbestandes. So wurden die Haushalte von Stadt- auf Erdgas umgestellt und ab 1993 erfolgte die Betriebskosten-, Mieten- und Lohnabrechnung EDV-gestützt.


Das Jahr 1994 brachte für die Gesellschaft einschneidende Veränderungen. Zum einen wurden im Rahmen des Altschuldenhilfe-Gesetzes zahlreiche Wohnungseinheiten über Privatisierungen aus dem Wohnungsbestand der Gesellschaft ausgegliedert. Zum anderen gab es zwei Brandanschläge auf Verwaltungsgebäude der BWG, die den normalen Betriebsablauf erheblich störten.


Ab 1995 wurde mit der komplexen Sanierung zahlreicher Quartiere Wohnraum modernisiert und aufgewertet. Das betraf nicht nur die Ausstattung der Wohnungen sondern auch Grundrissanpassungen. Zudem konnte durch einen Wärmelieferungsvertrag mit E.ON Avacon die Wärmeversorgung zahlreicher Wohneinheiten kostengünstiger gestaltet werden. Neben der Aufwertung vorhandener Wohnsubstanz gab es 1996 auch erstmals den Neubau von 16 Sozialwohnungen. 


2002 bestätigte die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Erfüllung sämtlicher, aus dem Altschuldenhilfe-Gesetzes folgender Privatisierungspflichten. Gleichzeitig war ein beginnender Wohnungsleerstand, insbesondere in Geschossbauten, zu verzeichnen, in dessen Folge Teilstilllegungen oberer Geschosse erfolgten. Mit dem einhergehenden Rückgang des Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarfes im Geschossbau konnten zunehmend – auch mit der Einbeziehung von Fördermittel – kostenintensive Sanierungen im Altstadtbereich in Angriff genommen werden.


Das Jahr 2005 brachte das Ende der Grundstücksverwaltung in Heimburg und damit die Konzentration auf das Stadtgebiet Blankenburg. So wurde ab 2006 die Ausstattung der Wohnungseinheiten mit Balkonen vorangetrieben, um die Attraktivität und Vermietbarkeit der Wohneinheiten zu erhöhen. Heute sind 85 % des Bestandes mit Balkon/Terrasse ausgestattet. Darüber hinaus wurden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an Altstadtimmobilien, die von der Gesellschafterin an die BWG übertragen wurden, durchgeführt. Damit wurde ein erheblicher Beitrag zur Quartiersentwicklung in der Innenstadt geleistet.


Bestandsweite Modernisierungsarbeiten sowie Rück- und Neubauten bestimmten die Arbeitsschwerpunkte der BWG bis 2016. Mit dem neuen Geschäftsführer Thomas Kempf (ab Oktober 2016) rückte vor allem die Modernisierung der Hausanschluss-Stationen im Wohngebiet Regenstein und die Realisierung erster Aufzugprojekte in den Mittelpunkt.Weitere Herausforderungen zum Abbau der Leerstände gilt es zu meistern. Hierzu zählen laufende Modernisierungen aber auch Abrissmaßnahmen. Hierzu begannen in 2018 die Planungen für den Rückbau zweier Blöcke im Wohngebiet Oesig.


Im Dezember 2019 ereignete sich in einem Objekt im Wohngebiet Regenstein eine folgenschwere Explosion. Die Bewältigung erforderte eine Bündelung aller Kräfte und machte den Umzug von 36 Mietparteien notwendig.

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